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Beschaffung nachvollziehbar vergleichen

Was kostet ein PPA mit Reststrom?

Der einzelne PPA-Preis beantwortet diese Frage noch nicht. Entscheidend ist die Summe aus PPA-Menge, Reststrom und Abwicklung – verglichen mit einer einheitlichen Kostenbasis.

Redaktion: INSTROM · Inhaltlich aktualisiert am 23. Oktober 2026

Illustrative Musterrechnung · netto

10 GWh Jahresverbrauch.
Ein Vergleich auf derselben Basis.

Kein Preisangebot
Jährliche Energiebeschaffung: PPA plus Reststrom im Vergleich zur heutigen Beschaffung
KostenbausteinAnnahmePro Jahr
PPA-Anteil4.000 MWh × 6,5 ct/kWh260.000 €
Reststrom6.000 MWh × 9 ct/kWh540.000 €
Abwicklung10.000 MWh × 0,2 ct/kWh20.000 €
PPA + Reststrom gesamt8,2 ct/kWh820.000 €
Vergleichsbeschaffung10.000 MWh × 9 ct/kWh900.000 €

Was verändert der Reststrom?

7 ct/kWh11 ct/kWh
80.000 €geringere Jahreskosten gegenüber der Vergleichsbeschaffung

Bei 60 % Reststrom verändert 1 ct/kWh dessen Preis die Jahreskosten um 60.000 €. Ein höherer Reststrompreis kann den Vorteil aufheben.

Reine Rechenannahmen, keine Marktprognose und keine Kundenreferenz. Identische Netzentgelte, Steuern und Abgaben sind in beiden Varianten ausgeklammert. Keine Exporterlöse berücksichtigt. Die tatsächlichen Kosten hängen unter anderem von Lastprofil, Lieferprofil, Gebühren und Vertragsbedingungen ab.

Eigenes Lastprofil im historischen Modell prüfen →

Warum beide Varianten dieselben Kosten enthalten müssen

Im Beispiel beziehen sich beide Varianten auf 10 Millionen kWh pro Jahr. Die Vergleichsbeschaffung ist mit 9 ct/kWh angesetzt. Auf der PPA-Seite entfallen 40 % der Menge auf einen angenommenen PPA-Preis von 6,5 ct/kWh. Die verbleibenden 60 % sind Reststrom. Zusätzlich werden 0,2 ct/kWh für die Abwicklung des gesamten Verbrauchs angesetzt.

Identische Netzentgelte, Steuern und Abgaben sind auf beiden Seiten ausgeklammert. Sie entfallen dadurch nicht aus Ihrer tatsächlichen Stromrechnung. Abweichende Gebühren, Herkunftsnachweise oder Mengenvereinbarungen müssen im konkreten Vergleich ergänzt werden.

Der Reststrom entscheidet mit

Mit einem Reststrompreis von 9 ct/kWh ergibt die Rechnung 820.000 € gegenüber 900.000 € Vergleichskosten. Bei 7 ct/kWh sinkt die PPA-Variante auf 700.000 €. Bei 11 ct/kWh steigt sie auf 940.000 € und liegt damit 40.000 € über der Vergleichsbeschaffung. Die Vergleichsbasis bleibt dabei bewusst konstant: Der Regler isoliert ausschließlich den Einfluss des Reststrompreises.

Die Rechnung ist eine vereinfachte Sensitivität. Ein echter Lastgangvergleich muss Erzeugung und Verbrauch zeitlich zusammenbringen, Preisprofile bewerten und Vertragsbedingungen berücksichtigen. Die Annahmen stellen weder ein verfügbares Angebot noch eine Prognose oder Kundenreferenz dar.

Von der Musterrechnung zu Ihrer Entscheidung

Für Ihren Fall sind Jahresverbrauch, Lastprofil, Beschaffungskosten und Vertragsfenster relevant. Der Entscheidungscheck beginnt mit vier Angaben; den Bedarf an vertraulichen Unterlagen stimmen wir anschließend persönlich ab.

PPA-Grundlagen · Methodik und Quellen · Historischer PPA-Rechner

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