Standalone-BESS – Großbatteriespeicher als eigenständiges Energie-Asset

Standalone-Batteriespeicher (Front-of-Meter, ohne PV oder Verbraucher hinter dem Anschluss) sind 2025 eine eigene Asset-Klasse geworden: reine Multi-Use-Vermarktung über Day-Ahead, Intraday, FCR und aFRR – mit IRRs, die im aktuellen Marktumfeld vielfach jenseits von 12 % über 20 Jahre liegen. INSTROM entwickelt Standalone-Speicher von 5 MWh bis 50 MWh schlüsselfertig; Finanzierung und Betrieb übernehmen unsere Investoren.

Was ist ein Standalone-BESS?

Ein Standalone-BESS ist ein Batteriespeicher, der direkt an das öffentliche Netz angeschlossen ist – ohne PV-Anlage, Verbraucher oder Industriestandort dahinter. Er erzeugt Erlöse ausschließlich durch Strommarkt-Teilnahme:

  • Day-Ahead-Arbitrage – günstig laden in den Stunden mit niedrigem Preis, teuer entladen in Hochpreisstunden
  • Intraday-Handel – kurzfristige Preisbewegungen (Quartalsstunden, kontinuierlicher Handel)
  • FCR (Primärregelleistung) – symmetrische Bereitstellung von ±1 MW Bandbreite gegen Leistungsentgelt
  • aFRR (Sekundärreserve) – positive/negative Regelleistung mit Arbeitspreisanteil

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Warum Standalone 2025 attraktiv ist

  • Volatilität – Day-Ahead-Spreads sind 2024 im Mittel auf 60–90 €/MWh gestiegen. Mit zwei Vollzyklen pro Tag entspricht das 30–50 €/MWh netto pro Zyklus.
  • FCR-Markt knapp – aktueller Bedarf ~700 MW, geforderte Antwortzeit 30 Sekunden – Speicher sind quasi konkurrenzlos. Erlöse aktuell 50–110 €/MW/h.
  • Speicherprivileg nach §118 Abs. 6 EnWG – 20 Jahre keine Doppel-Netzentgelte und keine Stromsteuer auf eingespeicherten Strom (entspricht ~25 €/MWh Vorteil).
  • Sinkende CAPEX – 2024 sind LFP-Systemkosten um ca. 18 % gefallen, Anfang 2025 bei 550–680 €/kWh schlüsselfertig (2-h-System).
  • Wenig Wettbewerb – die installierte Standalone-Leistung in DE liegt noch unter 1,5 GW; Markt aufnahmefähig für 30+ GW.

Multi-Use-Strategien & Erlösstapel

Ein Standalone-BESS wird in der Regel parallel in mehreren Märkten vermarktet. Beispiel-Stapel für ein 10-MW/20-MWh-System (typisch C = 0,5):

MarktReservierte LeistungErlös 2025
Day-Ahead Arbitrage7 MW (variabel)~600 k€/Jahr
FCR3 MW symmetrisch~200 k€/Jahr
aFRR (gelegentlich)2 MW (Mehrfachvermarktung)~100 k€/Jahr
Summe10 MW~900 k€/Jahr

Bei CAPEX ~12 Mio. € und OPEX ~150 k€/Jahr ergibt das einen Payback von 7–9 Jahren und IRR über 20 Jahre von 12–17 %.

Genehmigung & Netzanschluss

  • VDE-AR-N 4110 (MS) bzw. 4120 (HS) für Anschluss
  • TR8 Konformitätsnachweis für Wechselrichter und Schutztechnik
  • Präqualifikation für FCR/aFRR über den zuständigen ÜNB (Amprion, TenneT, 50Hertz, TransnetBW)
  • Brandschutzgutachten nach VdS 3103
  • Marktstammdatenregister-Eintrag und Bilanzkreisanmeldung
  • Bauleitplanung – Speicher gelten meist als privilegierte Vorhaben im Außenbereich nach §35 BauGB, in Industriegebieten i. d. R. unkritisch

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Wann lohnt sich ein Standalone-BESS?

  • ✓Grundstück 0,3 – 1,5 ha mit MS-/HS-Anschluss in Reichweite
  • ✓Anschlusszusage VNB möglich (Wartezeit < 24 Monate)
  • ✓Pacht- oder Eigentumssicherung > 20 Jahre
  • ✓Distanz zu Bestands-Speichern in der Region (FCR-Wettbewerb)
  • ✓Kein konfligierender Lärmschutz / Wohnbebauung

Häufige Fragen

Was ist ein Standalone-BESS?▾

Ein Front-of-Meter Batteriespeicher, der direkt am öffentlichen Netz hängt – ohne PV oder Verbraucher dahinter. Er erzielt seine Erlöse rein durch Strommarktteilnahme: Spotmarkt-Arbitrage, FCR, aFRR und Intraday-Handel.

Was kostet ein Standalone-BESS pro MWh?▾

Schlüsselfertige LFP-Systeme 2025: 550–680 €/kWh für 2-h-Systeme (= 1,1–1,4 Mio. €/MWh installiert), inkl. Container, PCS, EMS, Brandschutz, MS-Trafo und Netzanschluss. Bei Großprojekten ab 10 MWh sinken die spezifischen Kosten weiter.

Welche IRR ist bei Standalone realistisch?▾

Mit Multi-Use-Vermarktung über Day-Ahead + FCR + aFRR sind 12–17 % IRR über 20 Jahre realistisch (Stand 2025). Wesentliche Treiber: Day-Ahead-Spreads, FCR-Preisniveau, OPEX und Degradation.

Was ist das Speicherprivileg?▾

§118 Abs. 6 EnWG: für 20 Jahre nach Inbetriebnahme zahlt ein Speicher keine Netzentgelte und keine Stromsteuer auf den Strom, den er aus dem Netz lädt – sofern er mindestens 80 % des bezogenen Stroms wieder einspeist. Vorteil: ~25 €/MWh.

Wie lange dauert der Bau?▾

9–14 Monate bei MS-Anschluss, 14–24 Monate bei HS-Anschluss. Bauzeit selbst nur 3–4 Monate; den Großteil beanspruchen Genehmigung, Anschlussbegehren und Lieferzeiten der MS-/HS-Schaltanlage.

Welche Zellchemie wird verbaut?▾

Lithium-Eisen-Phosphat (LFP). Vorteile: thermisch stabil, 6 000+ Vollzyklen, kobaltfrei, langlebig (20+ Jahre kalendarisch). NMC kommt für stationäre Speicher praktisch nicht mehr zum Einsatz.

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