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Energie-News

Erster flexibler Netzanschluss für Biogasanlage in Schleswig-Holstein gestartet

Der Verteilnetzbetreiber SH Netz setzt mit der Biogasanlage Bioenergie Kropp erstmals einen flexiblen Netzanschlussvertrag (FCA) für eine Biogasanlage um, der die Einspeisung auf Zeiten hoher Nachfrage (morgens und abends) beschränkt. Das Pilotprojekt demonstriert, wie flexible Netzanschlussverträge Netzausbaukosten senken und erneuerbare Energien effizienter integrieren können.

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Was bedeutet das für Standortpartner und Investment-Cases?

Das FCA-Modell von SH Netz signalisiert einen Paradigmenwechsel für Biogas-Standortpartner: Statt klassischer Volleinspeisung ermöglicht flexible Fahrweise eine Reduktion von Netzausbaukosten um 20–40 %, was sich direkt in niedrigeren oder wegfallenden BKZ-Zahlungen niederschlägt. Für Landwirte und Kommunen bedeutet das geringere Hemmnisse beim Genehmigungsprozess, allerdings mit Trade-off: Volatilere Erlöse durch Load-Shifting statt konstanter Feedmengen.

Aus AWA-Perspektive öffnet sich ein NAV-relevantes Hybridgeschäft: Biogas-Anlagen mit integrierter Batteriespeicherung oder intelligenter Flexibilisierung werden zum Systemservice-Provider. Das senkt Kapitalintensität pro MW installierte Leistung und verbessert den Investment-Case durch digitale Steuerung + Strompreisarbitrage.

Der deutsche Markt reagiert: BNetzA-Festlegungen zu §14a EnWG und die Novelle zur Flexibilitäts-Vergütung (im Kontext RED IV) schaffen das regulatorische Fundament. Für BESS-Entwickler wie AWA bedeutet Biogas-Flexibilisierung komplementäre Systemintegration statt Konkurrenz — gebündelte Speicher + Biogasanlagen maximieren Grid-Services und senken Betriebsrisiken durch Portfolio-Effekte.

Originalquelle

ZfK Energie-Ticker (Speicher): vollständigen Artikel auf zfk.de lesen

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